Semantik - was haben Suchmaschinen mit Sprachwissenschaft zu tun?

Zeichnung: Manuela Krämer

In der Semantik als Teil der Sprachwissenschaft geht es um die Bedeutung sowohl der Wörter als auch von Phrasen, einzelnen Sätzen oder auch von ganzen Texten. Wenn es um Symbole nennt man die Wissenschaft Sembiotik, ein ganz berühmter Sembiotiker ist übrigens Umberto Eco. Doch was untersuchen Semantiker genau? Es geht zum Beispiel um

 

  • Synonyme – unterschiedliche Wörter mit gleicher Bedeutung,
  • Homonye (gleiches Wort, unterschiedliche Bedeutung),
  • Antonyme (Gegensatzpaare, wie heiß und kalt) und vieles mehr.

 

Ebenfalls besonders wichtig in der Semantik -  und damit kommen wir zur Absicht von Suchmaschinen - ist die Beziehungen von Sätzen zueinander, wie die Anaphorik (Verweis eines Satzes auf einen anderen) und insgesamt um den Kontext, in dem ein Satz, ein Wort oder eine ganzer Text stehen. Bedeutung, Sinn, Inhalt, Perspektive – all dies sind Teile der Semantik.

 

Die Suchmaschinen interessiert bei der semantischen Suche die Bedeutung und der Kontext auch, aber natürlich ganz speziell, vor allem um “gute” von “schlechten” Seiten im Internet zu trennen. Wichtig sind den Maschinen (und deren Betreiber) unter anderem folgende Dinge:

 

 

  • Wie stehen die Wörter auf (d)einer Seite in Beziehung miteinander?
  • Welche Assoziationen werden gebildet?
  • Macht der Inhalt Sinn, wenn ja wieviel Sinn?
  • Wie sieht der Kontext aus, in dem (d)eine Seite steht?
  • Wer interessiert sich alles für (d)eine Seite?
  • Werden hier Beziehungen gepflegt?
  • Ganz wichtig: Kommen ständig neuer Sinn (Content) und Beziehungen (Social Media) hinzu?

 

Wer also "fit" für Google und Co sein will, sollte sich spätestens jetzt um die Semantik in seiner Homepage kümmern. Wenn du es nicht eh schon tust, weil du kundenfreundliche Inhalte anbietest :)

 

Mehr zum Thema Semantische Suche habe ich hier veröffentlicht.