Causa Limeña – so isst man Kartoffeln, Avocado und Co. in Perú

Foto: Sonja App
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Kartoffeln sind Hauptnahrungsmittel in Perú. In meinem ersten Kochkurs an der Münchner Volkshochschule (MVHS) kochten wir "wie in Lima". Eines der Rezepte aus der peruanischen Fusionsküche ist die Causa LImeña, die ihr hier seht.

 

Scharf-würziger Kartoffelbrei aus mehligen Kartoffeln, der peruanischen Pfefferschote Ají Amarillo und Limettensaft. Dazwischen werden die unterschiedlichsten Dinge geschichtet. Beim Kochkurs wählte ich die typische Füllung mit Thunfisch und selbstgemachter Mayonnaise, Avocados, Eier und schwarze Oliven.

 

Statt Thunfisch wird meist auch Hühnerfleisch genommen. Als Vorspeise oder kalt als Hauptspeise ein köstliches aber sehr gehaltvolles Gericht.

 

Entstehungsgeschichte:

Die Causa ist das wohl typischste peruanische Gericht. Während des Salpeter-Krieges zwischen Chile und Peru (1879 bis 1884), als das Essen knapp wurde, hatte man dennoch immer Zugriff auf die Grundnahrungsmittel Kartoffeln, Huhn, Limetten, was wohl der Hauptgrund für seine Popularität ist. Seine Ursprünge liegen in der präkolumbianischen Zeit und jede peruanische Familie besitzt ihr eigenes Rezept. Seine Bezeichnung geht auf das Quechua-Wort „Kausay“ zurück, was schlicht in etwa mit „Essen oder „etwas, das satt macht“ übersetzt werden kann. Zum ursprünglichen „Kartoffel-Chili-Kuchen“ mit Huhn und Limetten kamen mit den Spaniern Avocados, Fisch und Meeresfrüchte dazu.

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