Quitten – so köstlich könnt ihr sie verarbeiten

Juhuu Quitten-Schwemme! Dieses Jahr haben unsere beiden Quittensträucher – Quitten gehören zu den Rosengewächsen – ordentlich Früchte abgeworfen. Was tun? Einkochen im Akkord. Den Rest verschenken an Nachbarn und Quittenfans im Bekanntenkreis. Einige haben wir gegen Äpfel getauscht. Ich liebe Tauschgeschäfte!


Kleiner Exkurs: Die Quitte (Cydonia oblonga) ist etwas wirklich Besonderes. Sie ist die einzige Pflanzenart der Gattung Cydonia. Ihren Namen hat sie von der Stadt Kydonia, heute Chania, auf Kreta – übrigens eine wunderschöne alte Stadt. In Portugal nennt man sie marmelo (aus dem griechischem melimelon = Honigapfel). Diese wahnsinnig intensiv duftende, ergiebige und gesunde Frucht wurde gleichzeitig Namengeber für Marmelade. Als Kernobstgewächs, wie der Apfel und die Birne, gehört sie zur Familie der Rosengewächse. Kein Wunder, denn sie wuchert in unserem Garten auch wie ein Strauch.


Was wird aus unseren Quitten?

Als Quitten-Gelee lieben sie die ganze Familie, daher kochen wir soviele Gläser ein, wie wir haben. So haben wir auch immer ein nettes Mitbringsel parat. Nächste Woche, wenn meine Lesung vorbei ist und ich wieder mehr Zeit habe, wird Quitten-Brot gemacht. Das ist eine feine Süßigkeit, die dann neben Plätzchen auf den süßen Teller kommt. Dazu muss man das entsaftete Fruchtfleisch (Resteverwertung!) 1 Stunde lang mit Zucker unter Rühren einkochen, danach auf ein Backblech streichen, ein paar Wochen trocknen lassen, dann in Stücke schneiden und in Kokos oder Puderzucker wälzen – und vernaschen! Quitten-Brot koche ich ohne irgendwelche Zusatzstoffe ein, da das viele Pektin der Quitte zum Festwerden völlig ausreicht. Nur das Gelee braucht etwas Geliermittel.

Mein Mann Karsten macht uns immer Quitten-Likör, dazu stehen die Quittenstifte schon eingelegt in Wodka mit Zimtstangen, Sternanis und Honig im Keller. Nach 6 Wochen wird das Ganze durchgesiebt und eingekorkt - Weihnachten dann fertig.

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